Antipasti – die italienische Art, ein Menü zu beginnen

Warm oder kalt, vegetarisch, mit Fleisch oder Fisch, die diversen Antipasti zeigen sich als Vorspeise sehr vielfältig. So verführerisch sie auch aussehen, teilweise sind sie ganz leicht zuzubereiten. Mit den folgenden Rezeptideen ist es also auch für unerfahrene Köche kein Problem, ein kleines Buffet, ein köstliches Menü oder Fingerfood selbst herzustellen. Wir Mainzer trinken gerne regionalen Weißwein als Begleitung zu der italienischen Vorspeisenauswahl, aber auch ein italienischer oder deutscher Rotwein passt prima zu den verschiedenen Antipasti.


Bei 1001 Kochrezepte nachzulesen. Für den individuellen Geschmack gibt es verschiedene Zubereitungstipps oder Variationen, die immer wieder auf die Kreativität der italienischen Küche hinweisen. Im Folgenden stellen wir insgesamt zehn Rezepte vor, die sich natürlich beliebig erweitern lassen. Auch Abwandlungen sind möglich, um die Antipasti auf die individuellen Vorlieben und die jeweilige Situation anzupassen. Bei den Zutaten und auch beim Wein sollte man auf jeden Fall auf Qualität achten, denn nur so kommt man beim Essen und Trinken auf den perfekten Geschmack.

 Verschiedene Antipasti zeigen die Kreativität der italienischen Küche. (#01)

Verschiedene Antipasti zeigen die Kreativität der italienischen Küche. (#01)

Marinierte Paprika

Marinierte Paprika schmecken würzig und haben zugleich eine gewisse Süße in sich. Nach dem Abwaschen werden die Schoten geviertelt und entkernt. Damit sich die Haut abziehen lässt, werden die Viertel bei 250 Grad im Ofen gegrillt. Wenn die Paprika dabei dunkel wird, ist das nicht schlimm. Die noch heißen Stücke werden abgekühlt; danach löst sich die Haut ganz leicht ab. Anschließend legt man das Gemüse in eine flache Schüssel, würzt sie mit Pfeffer und Salz und gibt Olivenöl darüber. Nach einigen Stunden, eventuell auch über Nacht, ist die Paprika servierbereit.

Peperoni grigliati

Eine abgewandelte Form der marinierten Paprika sind die Peperoni grigliati. Hierbei handelt es sich um ein vereinfachtes Rezept der marinierten Paprikaschoten, die schon vor dem Grillen mariniert werden. Olivenöl ist hier ebenfalls unverzichtbar, zudem eignen sich Zitronensaft und Oregano zum Würzen der Marinade. Nach etwa 20 Minuten bei 200 Grad ist das Gemüse fertig und kann als warmes oder kaltes Essen verspeist werden.

Feigen mit Parmaschinken

Zu den besonderen Köstlichkeiten gehören Feigen mit Parmaschinken, deren Rezept leicht nachzumachen ist. Beim Waschen und Abtupfen der reifen Feigen muss man sehr behutsam mit den Früchten umgehen, um sie nicht zu zerdrücken. Mit einer scharfen Messerschneide halbiert man die Feigen und legt sie in eine feuerfeste Form. Auf jede Hälfte wird eine Scheibe Blauschimmelkäse gelegt, danach umwickelt man jedes Stück mit dünn geschnittenem Parmaschinken. Nach zehn bis maximal zwölf Minuten im 180 Grad heißen Backofen können die Feigen als Antipasti serviert werden. Damit sich der Schinken nicht löst, sollten die Enden unterhalb der Früchte liegen.

deutscher Rotwein passt prima zu den verschiedenen Antipasti.

Deutscher Rotwein passt prima zu den verschiedenen Antipasti. (#02)

Vitello tonnato

Als Klassiker ist Vitello tonnato ein kulinarischer Höhepunkt, der auch auf dieser Seite beschrieben wird. Für diese Spezialität ist etwas mehr Feinarbeit erforderlich. Zunächst wird das Kalbfleisch in kochendes Salzwasser gelegt, in dem auch Möhren, Lauch und Sellerie mitkochen. Hinzu kommen noch Würzzutaten wie Lorbeerblätter, Zwiebel, Chili und Pfeffer. Nach etwa eineinhalb Stunden ist das Fleisch gar.
Nun werden Kräuter wie Petersilie, Estragon und Schnittlauch mit Olivenöl vermischt, anschließend legt man das abgekühlte Kalbfleisch in diese Mischung hinein. Nach mehrmaligem Wenden wird es etwa eine halbe Stunde kaltgestellt, wobei man das Ganze am besten mit einem Tuch abdeckt.
Für die Tunfischsauce verrührt man Olivenöl, Zitronensaft, Senf und Ei miteinander, bis sich die Konsistenz verdickt. Mit Tunfisch, hartgekochtem Eigelb und Sardellenfilet wird wird schließlich alles mit dem Pürierstab gemixt. Kalbsbrühe und Gewürze runden die Sauce ab, zudem kann man zuletzt noch Kapern und gehackte Cornichons hineingeben.
Zum Anrichten schneidet man das Kalbfleisch sehr dünn in Scheiben und gibt die Tunfischsauce darüber. Als Dekoration eignen sich Kirschtomaten, Salatblätter und/oder Zitronenscheiben.

Bruschetta

Bruschetta zählt zu den unverzichtbaren Bestandteilen einer Platte mit Antipasti, kann aber auch einzeln gereicht werden. Sie sollte erst kurz vor dem Servieren fertig sein, denn heiß schmeckt sie am besten. Man beginnt mit dem Vorheizen des Backofens auf 150 Grad und schneidet dann die gewaschene Tomate in Würfel. Das Basilikum wird gewaschen, trocken getupft und in schmale Streifen geschnitten, während die Knoblauchzehen kleingehackt oder gepresst werden. Diese Zutaten werden gut vermischt und mit Salz, Pfeffer und eventuell noch Oregano abgeschmeckt. Die Tomatenmasse kommt auf die etwa einen Zentimeter dick geschnittenen Brotscheiben. Vor dem Rösten im Backofen träufelt man noch etwas Olivenöl darüber. Nach spätestens 15 Minuten ist das Brot leicht kross und hat den würzigen Geschmack der Tomaten angenommen. Es ist also Zeit, mit dem Essen zu beginnen. Wer möchte, kann zusätzlich Mozzarella hinzufügen. Auch andere Abwandlungen mit Paprika, Champignons oder Zwiebeln sind möglich.

Oliven mit Füllung

Gefüllte Oliven schmecken als abendlicher Snack sowie als Antipasti.

Gefüllte Oliven schmecken als abendlicher Snack sowie als Antipasti.(#03)

Gefüllte Oliven schmecken als abendlicher Snack sowie als Antipasti. Hierfür eignen sich die schon entkernten Oliven besonders gut, da sie die gewünschte Aushöhlung schon vorweisen können. Als Füllmasse eignet sich eine Mischung aus gehackten und in der Pfanne gerösteten Mandeln und Feta. Diese Masse erhält mit einem Mixer eine homogene Konsistenz. Sie wird verfeinert mit angebratenem Knoblauch und Zwiebeln und kann ggf. noch mit Pfeffer abgeschmeckt werden. Auch mit Frischkäse und gerösteten Pinienkernen können die Oliven gefüllt werden, je nachdem, wie pikant oder mild man es mag. Eine Spritztüte hilft beim unfallfreien Füllen der Oliven, die schließlich noch eine Weile im Kühlschrank ruhen sollten.

Focaccia mit Beilagen

Bei Focaccia handelt es sich um dünnes Knusperbrot, das sich jeder nach Lust und Geschmack belegen kann. Der Hefeteig wird nach dem traditionellen Rezept mit Olivenöl und Wasser zubereitet. Während der Teig geht, bereitet man die verschiedenen Schälchen vor, die später auf dem Tisch stehen sollen. Aus Olivenöl und frischem Rosmarin mischt man Rosmarinöl an, die Tomaten werden sehr dünn in Scheiben geschnitten und der abgetropfte Mozzarella in kleine Stücke zerteilt. Der Rucola kommt nach dem Waschen in die Salatschleuder, damit die Blätter nicht weich werden. Auch Schinkenscheiben schmecken hervorragend auf Focaccia: Am besten schneidet man sie in kleinere Scheiben und richtet sie dekorativ auf einem Teller an.
Der in mehrere Stücke geteilte, dünn ausgerollte Brotteig wird bei 250 Grad etwa acht bis zehn Minuten lang gebacken. Direkt bei Tisch träufelt man zuerst das Rosmarinöl darüber und wählt dann seine Lieblingsbeilage aus, um die Antipasti zu genießen.

Die Frittata wird mit einem mediterranen Topping zu einer wahren Köstlichkeit

Die Frittata wird mit einem mediterranen Topping zu einer wahren Köstlichkeit (#04)

Frittata

Zucchini- oder Möhren-Frittata werden mit einem mediterranen Topping zu einer wahren Köstlichkeit. Ein Tomaten-Topping ist besonders gefragt. Hierfür vermischt man die zerkleinerten Tomaten mit gerösteten Pinienkernen und Kreuzkümmel, Zitronenabrieb, Meersalz, einem kleinen Teelöffel Zucker, Pfeffer und Olivenöl. Die Zucchini und/oder Möhren werden in Längsrichtung gehobelt, sodass feine Streifen entstehen. Danach dünstet man diese Streifen in Öl, dem man Knoblauch und Schalotten beifügt. Verquirlte Eier mit Salz, Pfeffer und eventuell Paprikapulver werden darüber gegossen. Im Backofen wird das Ganze rund 20 Minuten lang gebacken. Diese Frittata sollte noch fünf Minuten ruhen, bevor man sie gemeinsam mit dem Topping serviert.

Carpaccio

Carpaccio ist eine sehr edle Delikatesse aus Italien. Die klassische Variante ist das Rindercarpaccio. Hierbei ist es wichtig, das rohe Rinderfilet möglichst dünn zu schneiden. Das gelingt am besten, wenn das magere Fleisch kurz ins Eisfach gelegt wird. Zum Servieren legt man die Scheiben dachziegelartig übereinander. Für die Vinaigrette vermischt man natives Olivenöl mit Gewürzen, Aceto Balsamico und frisch gepresstem Zitronensaft. Auch eine andere Sauce mit Worcestersauce, Milch und Mayonnaise wird manchmal dazu serviert. Als Garnierung eignen sich fein geriebener Parmesan und Rucola.
Beim Carpaccio gibt es inzwischen viele Variationen. Für die Fischliebhaber gibt es beispielsweise den Carpaccio di Salmone, bei dem die hauchdünnen Scheiben vom Lachs kommen. Auch weitere Rezepte für Carpaccio mit Fleisch oder Fisch liefern immer wieder neue Inspirationen.

Alici marinate

Marinierte Sardellen, die in Italien als Alici marinate bestellt werden, bringen ebenfalls das mediterrane Lebensgefühl auf den Tisch. Die Zubereitung der Antipasti beginnt mit dem Waschen und Abtupfen der Sardellen, die anschließend der Länge nach aufgeschnitten werden, um sie zu säubern. Zum Marinieren legt man sie für etwa zwölf Stunden in Weißweinessig oder für drei bis vier Stunden in Zitronensaft. In Olivenöl, das mit viel Petersilie und wenig Knoblauch angerührt wird, kommen die Sardellen schließlich auf den Tisch.


Bildnachweis:©sonyakamoz-#01:sonyakamoz-#02: photocrew-#03: Thomas Francois-#04: myviewpoint

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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