Grillen im Regen: Na klar!

Noch ist das Wetter super und wenn es so weitergeht, können Grillliebhaber gemütlich bis in den späten Herbst ihrem Hobby frönen. Aber auch Regen muss sie nicht davon abhalten oder sogar dazu führen, dass die lang geplante Gartenparty abgesagt wird. Denn gut vorbereitet und mit dem richtigen Grill, mit guten Freunden und einer Überdachung bestätigen passionierte Grillmeister: „Grillen im Regen: Na klar!“.

Der richtige Grill

Gerade in den Sommermonaten gibt es in den Supermärkten sogenannte Einweggrills, die man schnell mit in den Park nehmen und nach dem Benutzen einfach im nächsten Mülleimer entsorgen kann. Aber zum einen entsteht dadurch natürlich sehr viel Alu-Müll, was der Umwelt schadet und zum anderen ist auch das Grillerlebnis überschaubar.

Muss man dann auch noch Regen einkalkulieren, ist ein geschlossener Grill auf jeden Fall die bessere Wahl. Zudem hat man von einem guten Modell, beispielsweise einen Weber Grill, viel länger etwas und auch das Grillen selbst bereitet mehr Freude. So verhindert zum Beispiel ein sogenannter Kugelgrill oder einfach auch eine Variante mit einem Deckel, dass die Kohle abkühlt oder dass das Grillgut nass wird.

Dabei hat der Kugelgrill seinen Namen durch seine runde Form und wurde bereits vor rund 65 Jahren in Chicago erfunden. George Stephen wollte den bekannten Standgrill besser machen und so hat er die Variante, bestehend aus zwei halbrunden Teilen, entwickelt. Während sich in der unteren Hälfte der der Kohlenrost befindet, der verhindert, dass die Kohle direkt auf dem Boden liegt, ist der eigentliche Grillrost im oberen Teil und zudem meist höhenverstellbar. Gerade im Internet finden sich hier einige Online Shops, in denen man die Vielfalt der Grills bestaunen kann.

 So verhindert zum Beispiel ein sogenannter Kugelgrill oder einfach auch eine Variante mit einem Deckel, dass die Kohle abkühlt oder dass das Grillgut nass wird.

So verhindert zum Beispiel ein sogenannter Kugelgrill oder einfach auch eine Variante mit einem Deckel, dass die Kohle abkühlt oder dass das Grillgut nass wird. (#01)

Der richtige Ort

Fängt es unerwartet an zu regnen, zieht es ja die meisten Menschen verständlicherweise in geschlossene Räume. Bei aller Eile und der nachvollziehbaren Hektik, die dann meist entsteht, darf allerdings auf keinen Fall „vergessen“ werden, dass ein Holzkohle- oder ein Gas-Grill auch bei einem Wolkenbruch nicht ins Haus gehört: Gegrillt wird draußen.

Anders als bei einem Elektrogrill entwickelt sich nämlich bei diesen Rauch und der kann in geschlossenen Räumen zur Gefahr werden. Je nachdem, ob es sich bei dem Regen nur um einen kleinen Schauer oder aber um einen starken Wolkenbruch handelt, reicht entweder schon ein einfacher Sonnenschirm oder es bedarf einer wasserdichten Markise beziehungsweise einem Glasdach, um den Grill und vor allem auch den Grillmeister zu schützen.

Der richtige Schutz

Ist absehbar, dass es am geplanten Tag regnen wird, kann natürlich bereits im Vorfeld für einen geeigneten Schutz gesorgt werden. Ist eine Terrasse vorhanden, kann der verschließbare Grill direkt unter dem Schutz positioniert werden und gibt es keine Markise beziehungsweise kein Dach, bietet sich alternativ zum Beispiel auch ein einfacher Gartenpavillon als geeigneter Schutz vor Wind und Regen an.

Diese lassen sich in der Regel mit Seitenwänden schließen, sodass der Grillmeister und oder seine Helfer bei einfach maximal drei Seiten zu machen müssen, um in Ruhe das Grillgut zu verarbeiten. Wichtig ist allerdings, dass mindestens eine Seite offenbleibt, damit auch hier der Rauch abziehen kann, sonst kann er genau wie in geschlossenen Räumen zur Gefahr werden. Sollte der Wind beim Testen des Grillguts Funken wegblasen, ist es wichtig, dass der Pavillon in einer feuerfesten Umgebung steht. Der Vorteil eines von drei Seiten geschlossenen Pavillons ist zudem, dass die Wärme der Kohle aufgefangen wird und dass dadurch der Grillverantwortliche nicht friert.

Die richtige Kohle

Neben einem guten Grill ist auch die verwendete Kohle für den Grillerfolg bei Wind und Wetter von Bedeutung. Aber egal, ob Sonne oder Regen, am besten man entscheidet sich von vornherein für eine hochwertige Sorte, denn auch hier gilt: Wer billig kauft, kauft zweimal. Zudem hat hochwertige Grillkohle verschiedene Vorteile. So weiß der Verbraucher bei günstiger Kohle nicht immer, ob diese Verunreinigungen enthält und welche Chemikalien zugesetzt wurden.

Daher garantiert der Griff zu Holzkohlebriketts, die in einem ökologisch nachhaltigen Verfahren zum Beispiel aus unbehandeltem Buchenholz hergestellt wurden, nicht nur ein schmackhaftes, sondern vor allem auch ein gesundes Grillerlebnis.

Neben der richtigen Kohle sollten auch feuerfeste Grillhandschuhe nicht fehlen und auch eine Grillbürste gehört zur Standard-Ausstattung.

Neben der richtigen Kohle sollten auch feuerfeste Grillhandschuhe nicht fehlen und auch eine Grillbürste gehört zur Standard-Ausstattung. (#02)

Das richtige Grillzubehör

Zum Grillen gehört sowohl bei Sonnenschein, als auch bei Wind und Wetter natürlich die richtige Grundausstattung, die beim Anzünden anfängt und bis zum notwendigen Zubehör für die fachgerechte und ordentliche Reinigung und Pflege des Grills reicht. Neben der richtigen Kohle sollten auch feuerfeste Grillhandschuhe nicht fehlen und auch eine Grillbürste gehört zur Standard-Ausstattung. Diese sollte unbedingt einen langen Stiel haben, damit man sich bei der Reinigung des noch heißen Grills nicht verbrennt.

Ebenso ist es wichtig, dass die Borsten der Bürste stabil sind und nicht bereits beim ersten Einsatz abknicken. Ebenfalls hilfreich ist gerade bei ungemütlichem Wetter, wenn man den Grill nicht ständig öffnen, aber eigentlich auch so schnell wie möglich bei den anderen im Trockenen sein will, ein Fleischthermometer. Damit lässt sich die Kerntemperatur vor allem bei dicken Stücken messen und so abschätzen, ob oder wann diese gar sind.

Die richtige Grillmethode

Damit es gerade bei Regen schnell geht, empfiehlt sich die sogenannte direkte Grillmethode, bei der überall die gleiche Temperatur auf dem Grillrost herrscht. So dauert das eigentliche Grillen unter 30 Minuten und sowohl Steaks, als auch Gemüsespieße und Kartoffeln sind schnell fertig. Weitere Methoden, die aber mehr Zeit benötigen und sich eher für laue Sommerabende eignen, sind die indirekte sowie die 50/50-Grillmethode.

Die richtige Atmosphäre

Sollte es sich nicht nur um einen kurzen Wolkenbruch, sondern doch eher um langanhaltenden und dadurch vor allem ungemütlichen kalten Regen handeln, können Heizstrahler Abhilfe schaffen und aus dem verregneten Tag noch ein gemütliches und so unvergessliches Event machen. Zusammengekuschelt im Trockenen auf ein gut durchgegrilltes Steak oder lecker marinierten Grillkäse zu warten, verkürzt die Zeit und bleibt in Erinnerung.

Aber Achtung: Wer Heizstrahler benutzt, sollte unbedingt auf die Sicherheitsbestimmungen der Geräte achten. So werden die künstlichen Wärmequellen meist mit Propangas oder mit Strom betrieben und Grillfreunde sollten unbedingt darauf achten, dass diese vom TÜV Rheinland geprüft und mit einem „GS-Zeichen“ versehen wurden. Ebenso ist es wichtig, dass vor der Benutzung die Bedienungsanleitung gelesen und vor allem anschließend gerade auch im Hinblick auf den notwendigen Sicherheitsabstand zu Wänden oder Decken befolgt wird.

Die richtigen Getränke

Passend zu Decken und Heizstrahlern kann bei ungemütlichen Regen natürlich auch das Getränkeangebot umgestellt und statt Caipirinha und Mojito wärmender Tee, Glühwein oder Punsch angeboten werden.

Da richtige Essen

Zusätzlich zum Grillgut – das trotz alledem dabei sein sollte – kann ein selbstgemachter Eintopf oder auch ein feuriges Chili angeboten werden. So muss der Grillmeister nicht ewig lange im Regen stehen und die Gäste können sich bereits von innen wärmen. Unterhaltsam und je nach Gruppengröße ist natürlich auch ein gemeinsames Fondue oder ein Raclette, bei dem jeder Gast quasi seinen eigenen kleinen Grill befüllen kann.

Kommt der Regen nicht überraschend sondern mit Ansage, können die Organisatoren auch beim Essen bereits im Vorfeld für Alternativen zur klassischen Grillparty sorgen.

Kommt der Regen nicht überraschend sondern mit Ansage, können die Organisatoren auch beim Essen bereits im Vorfeld für Alternativen zur klassischen Grillparty sorgen. (#03)

Die richtige Deko für drinnen

Wenn draußen alles grau, trüb und kalt ist, kann die richtige Dekoration zusätzlich zu den wärmenden Getränken für gute Stimmung sorgen. Wer sich seine Party vom Wetter nicht vermiesen lassen will, besorgt einfach ein paar Lichterketten, Kerzen und oder verlegt den Garten mithilfe von Sonnenschirmen, einer Biertischgarnitur und Sonnenstühle in die Garage, den Hobbykeller oder auch ins Wohnzimmer.

Wer mit einer größeren Anzahl an Gästen gerechnet hat, kann sich auch beim Zeltverleih ein Partyzelt organisieren. Damit sitzt die Festgesellschaft geschützt und trocken beisammen und kann entspannt auf das fertige Grillgut warten. Mit den richtigen Tipps und Tricks fällt auch die schönste Grillparty nicht ins Wasser – wichtig ist nur, dass man sich nicht die Laune verderben lässt!


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: AustralianDream-#01:Bernd Jürgens-#02:Dan Race-#03: juefraphoto

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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