Heißhunger: der Versuchung ruhig nachgeben

Jeder kennt ihn und die meisten Menschen versuchen, ihn so gut es geht zu umgehen. Der Heißhunger hat schon so manchen Erfolg bei einer Diät zunichte gemacht, denn nur in den seltensten Fällen schafft man es, ihn zu kontrollieren.

Das Schlimme an Heißhunger ist, dass dieser dafür sorgt, dass man gerne auf Süsses und Fettiges zurückgreift. Werden jedoch zu viele Kohlenhydrate in Form von Zucker oder auch Weißmehl sowie minderwertigen Fetten aufgenommen, schadet dies der Gesundheit auf die Dauer. Dennoch gibt es einige gute Gründe, warum man dem Heißhunger auch dann nachgeben sollte, wenn man eigentlich abnehmen möchte.

Was genau ist Heißhunger eigentlich?

Um gegen etwas vorgehen zu können ist es immer wichtig zu wissen, was eigentlich dahintersteckt. Für den Heißhunger kann es ganz unterschiedliche Gründe geben:

Starker Mangel an Magnesium

Gerade dann, wenn sich der Heißhunger auf die Schokolade konzentriert, besteht die Möglichkeit, dass ein Mangel an Magnesium vorliegt. Der Körper versucht, diesen Mangel zu kompensieren und reagiert mit Hunger auf etwas, das viel Magnesium enthält, wie Kakao. Oft zeigt sich der Hunger auf Schokolade bei Frauen dann, wenn die Menstruation ansteht. Die Krämpfe der Gebärmutter sind ebenfalls ein Hinweis darauf, dass ein Mangel an Magnesium vorliegt. Der Heißhunger lässt sich ausgleichen, wenn man dem Körper Magnesium als Nahrungsergänzung zuführt.

Stress und psychische Probleme

Es ist nicht einfach nur eine leere Ausrede, wenn man sagt, dass man bei Stress Schokolade essen muss. Tatsächlich zeigt sich Heißhunger vor allem dann, wenn eine stark emotionale Situation vorliegt. Hier wird nicht nur die Lust auf Schokolade größer, sondern vor allem auch auf fettiges Essen, wie Burger oder Chips. Studien haben nun gezeigt, warum das so ist, denn es gibt einige Fettsäuren die dafür sorgen können, dass stimmungsaufhellende Hormone ausgeschüttet werden.

Heißhunger entgegenwirken – was kann helfen?

Heisshunger: Schlimm, wenn man eine Schachtel Pralinen, eine Tüte Chips oder sonstige Leckereien im Haus hat.

Heisshunger: Schlimm, wenn man dann eine Schachtel Pralinen, eine Tüte Chips oder sonstige Leckereien im Haus hat. (#01)

Wer abnehmen oder auf seine Gesundheit achten möchte, der möchte auch darauf verzichten, ungesunde Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Es gibt viele Tipps gegen Heißhunger, die auch durchaus helfen können. In erster Linie ist es aber wichtig, die Ursache zu finden und gegen diese vorzugehen. Besonders häufig ist der Darm ein Grund dafür, dass Hungerattacken entstehen.

Zwischen dem Gehirn und dem Darm besteht eine enge Verbindung – ein gesunder Darm kann daher dabei helfen, dass die Heißhungerattacken nachlassen. Wer auf die Dauer die Gesundheit seines Darms aufbaut, der wird schnell merken, dass der Heißhunger auf Süßes und Fettiges nachlässt. Eine optimale Idee ist es, über den Aufbau der Darmflora zu gehen. Hier gibt es spezielle Diäten, die dabei helfen können.

Wie bereits erwähnt ist es wichtig, den Bedarf des Körpers an Mineralstoffen und Vitaminen zu decken, damit erst gar kein Mangel entsteht. Das funktioniert über eine ausgewogene Ernährung sowie über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Zu verzichten ist dagegen unbedingt auf Geschmacksverstärker, weißen Zucker und Weißmehl. All diese Stoffe wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Ebenfalls eine gute Möglichkeit, gegen Heißhunger vorzugehen, ist die Einnahme von gesunden Fettsäuren. Wichtig ist es dabei darauf zu achten, dass es sich wirklich um gesunde Fettsäuren handelt. Helles Fleisch, Kokosöl oder auch andere Öle liefern diese Fette.

Sollte man dem Heißhunger auch ruhig einmal nachgeben?

Eine Diät ist eine echte Herausforderung, nicht nur für den Körper, sondern auch für die Psyche. Der Heißhunger ist in diesen Fällen natürlich ein Feind, dem es sich zu entziehen gilt. Doch ab und zu kann es gar nicht so verkehrt sein, ihm vielleicht dennoch nachzugeben und so den Erfolg einer Diät sogar zu unterstützen. Diäten basieren meist auf Verzicht. Es wird auf Kohlenhydrate und Fett verzichtet, zudem darf man nur eine bestimmte Menge an Kalorien zu sich nehmen. Das belastet den Körper, der bisher anderes gewohnt war, natürlich stark. Tatsächlich gibt es mehrere Gründe die dafür sprechen, ab und zu eine Attacke im Rahmen des Abnehmens durchaus auch einmal zuzulassen.

1. Den Stoffwechsel in Schwung bringen

Wer sich nicht zurückhalten kann und im Rahmen einer Diät doch einmal eine große Portion zu sich nimmt, der tut sogar etwas für seinen Stoffwechsel. Denn gerade dann, wenn man einen gesunden Stoffwechsel hat, sorgen große Portionen dafür, dass der Stoffwechsel mal wieder so richtig zu Hochformen aufläuft. Er wird besonders lange brauchen, bis er die Portion verarbeitet hat.

Die Verdauung selbst ist ein Prozess, der sehr viel Energie kostet und diese Energie führt dazu, dass Kalorien zusätzlich verbrannt werden. Allerdings funktioniert das natürlich nur dann, wenn man nicht ständig zu großen Portionen greift. Einige Diäten basieren sogar auf der Idee, dass es einmal in der Woche einen sogenannten „Fresstag“ gibt. Dieser Tag erlaubt, alles zu sich zu nehmen, worauf man Lust hat. So soll der Stoffwechsel in Schwung gebracht werden.

Wenn man sich immer, bei jeder Gelegenheit sich was leckreres verbietet, darauf verzichtet, wird der Heisshunger umso grösser.

Wenn man sich immer und bei jeder Gelegenheit alle Leckereien verbietet, wird der Heißhunger  immer grösser.  (#02)

2. Gegen die Frustration

Man kennt es: Wenn man auf alles verzichtet, dann macht sich schnell erste Frustration breit. Diese kann dazu führen, dass die gesamte Diät über Bord geworfen wird. Dabei handelt es sich bei Diäten um etwas, das man wirklich durchziehen sollte, damit der Erfolg auf Dauer bestehen kann. Daher braucht es auf jeden Fall die Motivation, am Ball zu bleiben und das funktioniert nur, wenn sich keine Frustration aufbaut.

Der Heißhungerattacke nachzugeben kann daher durchaus eine sehr gute Idee sein. Wer sich ab und zu ein Stück Schokolade oder auch mal einen Burger gönnt, der wird keine Unzufriedenheit aufbauen sondern diese besonderen Schmankerl auf die Dauer sehr genießen und zu schätzen wissen. In diesem Fall gilt es natürlich auch, es nicht zu sehr zu übertreiben und sich nicht dauernd diese kleinen Belohnungen zu gönnen.

3. Rückgang des Heißhungers

Es mag ein wenig verquer klingen, aber wer dem Heißhunger öfter nachgibt, der wird schnell merken, dass er weniger wird. Bereits bevor die Diät gestartet wird sollte man sich selbst erlauben, auch den einen oder anderen Ausrutscher in Kauf zu nehmen. Das ist bereits ein wichtiger Punkt für die Psyche, denn diese weiß nun, dass sie nicht ganz auf Leckereien verzichten muss. Nach und nach wird der Heißhunger allein schon deshalb nachlassen weil man weiß, dass man doch zu einer Süßigkeit greifen dürfte. Ist also alles nur eine Frage der Psyche? Ganz so einfach ist es nicht, aber dennoch macht die Psyche durchaus einen Teil der Attacken aus und es kann Sinn machen, sich selbst auszutricksen bzw. mit Hilfe von Produkten wie formoline L112.

Einer der beliebtesten Tipps ist es, sich schon früh am Morgen eine Süßigkeit zu gönnen. Das kann beispielsweise einfach ein Brötchen mit Marmelade sein. Wer früh etwas Süßes ist, der profitiert den ganzen Tag davon. Der Körper braucht eine Weile, um den Zucker in Energie zu verwandeln und hat dafür auch durchaus viel Zeit. Diese Energie baut sich über den Tag auf und sorgt dafür, dass man mehr Kraft verspürt. Auch hier wirkt zudem durchaus der psychische Effekt.

 

Den Heißhunger nicht als Feind sehen

Eine große Hilfe ist es, den Heißhunger nicht nur als Feind zu sehen. Wer den ganzen Tag bereits darauf wartet, dass er gleich wieder eine Attacke bekommt, der wird diese vermutlich auch wirklich bekommen. Anders ist es, wenn man die Attacken zwar bewusst wahrnimmt, sich ihnen aber auch bewusst und ohne Sorge, dass sich ständig alles auf das Gewicht niederschlägt, wahrnimmt. Kleine Ausrutscher sind erlaubt und sogar erwünscht. Wer das verinnerlicht hat, der wird schnell merken, dass eine Verbesserung eintritt und der Heißhunger nicht mehr ganz so oft auftritt wie vorher.

Mehr Tipps rund um den Heißhunger gibt es auf frauenzimmer.de.


Bildnachweis© Fotolia-Titelbild: Nick Freund-#01:Stephanie Eckgold-#02:artmim

Über Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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